Monthly Archives: September 2014

Der Bürgermeister besucht Werra-Blitz

Unser Initiativenmitglied Jürgen Schmidt empfing heute den Bürgermeister Dr. Brodführer in seiner Firma. Hier ist der Bericht:

Heute fand nun das Gespräch mit Herrn Bürgermeister Dr. Brodführer von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr statt. In Kürze die Zusammenfassung unseres Gesprächs bzw. die Ergebnisse: Nach einer Besichtigung unseres Betriebes und den Austausch einiger allgemeiner Gedanken kommen wir nach eingehendem Meinungsaustausch zu folgenden Ergebnissen bzw. sind folgende Fakten festzuhalten:

  1.  Das Kulturhaus mit Areal wurde entsprechend des Stadtratsbeschlusses im Staatsanzeiger veröffentlicht. Es sollen sich Investoren finden, welche ihre Konzepte vorstellen, über deren Annahme schließlich der Stadtrat zu befinden hat.
  2. Es erscheint sinnvoll, die Diskussion auf sachlicher Ebene zu halten, insbesondere persönliche Angriffe auf Stadtratsmitglieder zu unterlassen. Hier habe ich einwenden müssen, dass es sich bei den Interessierten am Erhalt des Kulturhauses um eine „lose Formation von Bürgern“ mit unterschiedlichen Sichtweisen und Anschauungen handelt und wir keinerlei Einfluss darauf nehmen können, wie sich diese artikulieren. Beide sind wir uns dahingehend einig, dass es sinnvoll ist, Spannungen herauszunehmen; jedoch sind hier beide Seiten gefragt.
  3. Wir haben die Lösungswege, insbesondere die Möglichkeiten des Engagements eines evtl. zu gründenden Fördervereins (finanziell, Arbeitsleistung für Notsicherung wie Dachabdichtung, Fassade usw.) diskutiert, wobei der Bürgermeister einem weiteren Förderverein kritisch gegenübersteht, da es schon einige Fördervereine gebe. Bad Liebenstein habe eben zu viel derer Baustellen. Ich habe ihm u. a. zu verstehen gegeben, dass sich ein Bürgermeister über das Engagement von Bürgern und Fördervereinen eigentlich glücklich schätzen könne; z. B. das Kurtheater ohne seinen Theaterförderverein möglicherweise auch schon außer Betrieb wäre. Im konkreten Beispiel Kulturhaus könne nur unter der Voraussetzung, dass das Areal in kommunaler Hand bleibt, ein Förderverein gegründet werden, der sich neben Arbeitsleistungen auch finanziell wirksam einbringen könne. Dazu müsse aber der vorliegende Beschluss revidiert werden bzw. der Verkauf an Privat unbedingt unterbleiben. Inwieweit das möglich ist, musste offen bleiben.
  4. Herrn Dr. Brodführer habe ich u. a. die Niederschrift von unserem ersten Treffen (19.2.2014) übergeben. Hier ist nachzulesen, dass wir schon seinerzeit die Ansiedlung des Rathauses im Kulturhaus favorisiert haben. Seine Frage, ob es der jetzige Baukörper sein müsse oder ein Neubau akzeptabel sei, habe ich klar beantwortet in dem Sinne, dass es sich hier um ein Stück unserer Geschichte handelt und Ideologie fehl am Platze ist, wie Ideologie zu allen Zeiten hemmend und nicht förderlich war. Darüber hinaus ist das Gebäude wie schon dargelegt sehr durchdacht konzipiert und für unsere Idee der zentralen Verwaltung geeignet. Den Einwand des Bürgermeisters, das Gebäude sei für eine Verwaltung weder konzipiert noch geeignet, hoffe ich, ausgeräumt zu haben, indem ich ihm die Bauweise, Gestaltung und Aufteilung des Gebäudes erläutert habe. Schließlich konnte er unsere Argumentation, dass die beiden jetzigen Rathäuser mittel- bzw. langfristig sanierungs- bzw. umbaubedürftig sind, nicht entkräften. Weiter habe ich ihm unser letztes Infoblatt übergeben, worin wir unsere Ziele und Ideen konkretisiert haben.
  5. Auf unseren Einsatz und die „interkommunale Zusammenarbeit“ sind wir ebenfalls eingegangen. Meine Auffassung, dass mit Zusammenarbeit mehr zu bewegen und diese auszubauen ist, sah er eher skeptisch – was ich einfach nicht nachvollziehen kann. Ich erläuterte ihm an Beispielen, wie wir in der Wirtschaft uns sogar als eigentliche Konkurrenten unterstützen, aber mein Eindruck bleibt, dass im Kommunalbereich hier noch sehr viel Umdenken vonnöten ist. Das zeigen wohl auch die Beispiele, wie schwierig Fusionierungen sind. Die Umsetzung unserer Ideen wäre eine Bereicherung für die gesamte Region.
  6. Ich habe Herrn Dr. Brodführer über mein Gespräch mit Herrn Architekten Hess informiert und darum gebeten, dass ich gemeinsam mit Herrn Hess die Stadthalle besichtigen darf. Das hat Herr Dr. Brodführer zugesagt. So werde ich mich um einen Termin bemühen. Weiter werde ich mich bemühen, dass die Besichtigung vor unserem nächsten Treffen am 10.10. im Hotel Herzog Georg stattfindet und Herr Hess daran teilnimmt. Herrn Dr. Brodführer habe ich zu diesem Treffen eingeladen und hoffe, dass das alles so funktioniert. Herr Dr. Brodführer hat auf seinen gefüllten Terminkalender und die vielen Verpflichtungen der Vereinsarbeit verwiesen; hat aber zugesagt, zumindest ein einem Treffen teilzunehmen. Deshalb werde ich meine Einladung für den Fall, dass Herr Architekt Hess kommt, nochmal bekräftigen.

Wahlkampfunterstützung à la Bürgerinitiative

Auf der gestrigen “CDU-Wahlarena” hatten unsere Mitstreiterinnen Antje Krug und Sabine Pahlen den Mut, unsere Banner zu präsentieren und unsere Gruppe zu bewerben. Vielen Dank an Sabine und Antje: Ihr wart großartig! Das hat gewirkt und gesessen.

Diese Plattformen werden wir weiterhin nutzen.  Unser Mitstreiter Jürgen Schmidt (mit DT) hatte dem Moderator, Herrn Schmid (mit D :-)) im Vorfeld unser Infoblatt übergeben und ihm die Sache in der Kürze erläutert. Herr Schmid zeigte sich angetan, konnte unserer Intention folgen und versprach, die Sache mit einzubauen, was er bekanntlich auch getan hat. Dass er sogar Antje und Sabine aufforderte, sich mit unseren Bannern in voller Schönheit zu zeigen, war sehr gut.

Interessant war auch, wie Marcus Malsch und auch der Bürgermeister reagierten. Vermutlich bzw. ganz sicher hatten sie mit diesen Fragen nicht gerechnet und versuchten auszuweichen bzw. gaben keinerlei konkrete Antwort, weder für noch gegen das Kulturhaus. Da war es mit der Schlagfertigkeit doch nicht ganz so weit her.

Sehr gut fand ich deshalb den Ratschlag von Herrn Schmid, sich zusammenzusetzen und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Wie wahr! Bekanntlich haben wir von Anfang an den Dialog gesucht, wurden aber immer wieder abgebügelt mit dem einzig zur Verfügung stehenden Denkmuster: Kein Geld. Daher auch nochmal ein Dankeschön an Herrn Schmid an seine spontane “Unterstützung”.

Wer von uns enttäuscht sein sollte, dass er nicht noch nachgehakt hat, dem sei gesagt: Es war eine CDU-Wahlunterstützungsveranstaltung für Marcus Malsch. Den konnte er als eigens dazu angeheuerter Moderator natürlich nicht “in die Pfanne hauen”. Herr Schmid erklärte sich jedoch bereit, gegebenenfalls. bzw. bei Bedarf als völlig neutraler, aber energischer Moderator zur Verfügung zu stehen und versprach, sich nochmals mit Marcus Malsch und dem Bürgermeister diesbezüglich zu bereden. Mal sehen, ob was dabei raus kommt. In einem hat er völlig recht und bestätigt unsere Meinung: Es geht nur miteinander und nicht gegeneinander,  siehe auch die gestrige Kooperation Bürgerinitiative –  Barchfeld – Moorgrund – Bad Liebenstein.

Unser Motto: dran bleiben, sachlich diskutieren und nicht nachlassen!

Ein paar Richtigstellungen

Nachdem wir uns beim Chefredakteur der STZ über seine verzerrende Berichterstattung beschwert hatten, nahm dieser, wie nicht anders zu erwarten, seine Redakteurin in Schutz und wies den Zensurvorwurf weit von sich.

Wir sind anderer Meinung und behalten uns vor, eine Beschwerde beim deutschen Presserat einzureichen. Zwar wurde unser Standpunkt “berücksichtigt” – jedoch mit einem Absatz, mit zwei aus dem Kontext gerissenen Sätzchen, während Bürgermeister Dr. Brodführer drei volle Absätze vergönnt waren.

Der heutige Zeitungsartikel setzt dem ganzen die Krone auf – es mag zwar stimmen, dass eine “Einigung” in Sicht ist, doch die Veröffentlichung unhinterfragter Statements des Bürgermeisters lassen saubere Recherche und jegliche Objektivität vermissen. Es ist schon sehr peinlich, wenn ein Bürgermeister a) nicht in der Lage ist, seine Mails zu lesen, b) sein eigenes Equipment nicht kennt (der Multicar der Stadt ist durchaus ein Kipper) und c) Kokolores in der Zeitung verbreitet.

Hier sind die Hintergründe:

Am Morgen des 2.9.2014 hat Jürgen Schmidt ein ausführliches Telefonat mit Herrn Dr. Brodführer geführt. Dieser bestätigte das Angebot von über 1000 Euro zur Beseitigung der Grünschnitthaufen und bat um Mitwirkung bei einer Lösungssuche. Jürgen Schmidt hat daraufhin ohne langes Federlesen eine Lösung gesucht und gefunden:

Erstens wurde dem Bürgermeister vorgeschlagen, den Grünschnitt zu schreddern und als Mulch zu verwenden. Daraufhin erklärte er, nicht (mehr) im Besitz eines Schredders zu sein. Zweitens wurde er gefragt, ob er sich mit seinen benachbarten Amtskollegen diesbezüglich in Verbindung gesetzt hat, was er ebenfalls verneinte. Auch dass die Moorgrundgemeinde zur kostenlosen Deponie des Grünschnitts bereit sei, verneinte er, worauf ihm das entsprechende Schreiben ein zweites Mal (!)  übermittelt wurde.

Im Übrigen haben wir die Entsorgung seinerzeit niemals zugesagt, sondern die Befüllung bereitzustellender Container oder Fahrzeuge bzw. alternativ die geordnete Ablagerung angeboten. Letzteres geschah dann bekanntlich auch.  Dies versuchte Jürgen Schmidt, ihm ein weiteres Mal zu verdeutlichen.

Schließlich einigte man sich dergestalt, dass er sich mit der Moorgrundgemeinde zwecks Deponie und mit dem ortsansässigen Fuhrunternehmer Woitkewitz, dessen Ehefrau bekanntlich das Kurhaus betreibt und an einem geordneten Stadtbild interessiert sein dürfte, in Verbindung setzt und Herr Schmidt beim Barchfelder Bürgermeister Ralph Groß höflich nachfrage, ob er mit seiner Kommunaltechnik aushelfen würde. Das das geschah im Anschluss, und Jürgen Schmidt hatte in kürzester Zeit die Zusage, dass mit dem Abtransport heute (3.9.) früh ab 8.00 Uhr begonnen würde, was nun auch so geschehen ist.

Wie man sieht, lässt sich mit ein wenig gutem Willen und ein bisschen Organisationstalent in kürzester Zeit etwas bewegen. Die Ausgabe von 1000 Euro konnten wir Herrn Dr. Brodführer innerhalb kürzester Zeit ersparen. Zwei Telefonate reichten völlig aus.

Herr Dr. Brodführer zeigte sich schließlich an einem persönlichen Gespräch interessiert und bot an, Jürgen Schmidts Unternehmen (Werra-Blitz) zu besuchen. Auch dies wurde ihm gerne gestattet: vielleicht kann er in einem seit fast 25 Jahren funktionierenden Unternehmen einige wirtschaftliche und organisatorische Impulse mitnehmen?

Bekräftigt haben wir unsere Einladung zu unserer Zusammenkunft am 5.9. 2014, 19.00 Uhr in der Kutscherklause Bad Liebenstein.

Heute früh erfolgte nun der Abtransport durch Mitarbeiter der Gemeinde Barchfeld. Einige unserer Mitglieder waren um 8.00 Uhr vor Ort und haben diese fleißigen Mitarbeiter (Herrn Ewendt und Herrn Lindemann) begrüßt und uns schon einmal persönlich bedankt. Auch hier noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Leider hat das Bürgermeister Herr Dr. Brodführer seinerseits nicht für nötig gehalten. Er ließ sich wieder einmal nicht sehen. Es hätte sich eigentlich gehört, sich für die schnelle, kostenlose und unbürokratische  Hilfe bei den Ausführenden zu bedanken, und eine schöne Geste wäre es gewesen, wenn er angesichts der dadurch eingesparten 1000 Euro die Arbeiter nach getaner Arbeit zu einem Frühstück eingeladen hätte – oder?

Unser Eindruck ist, dass Herr Bürgermeister Dr. Brodführer zwar ein exzellenter Verwaltungsfachmann und Jurist sein mag, jedoch enorme Defizite in Wirtschaft, Technik und Organisation, kurzum der Praxis, aufweist und nicht bereit ist, sich dahingehend Rat und Hilfe zu suchen, sondern sich vielmehr „beratungsresistent“ zeigt, wodurch ganz offensichtliche Fehlentscheidungen produziert werden – wie an diesem Beispiel augenscheinlich vorgeführt.

Hier einige Impressionen der Aufräumaktion – wer bewegte Bilder mag, findet hier auch ein Youtube-Video

Durch Zusammenarbeit und Willen lässt sich viel bewegen. Wir regen auch insbesondere Herrn Witzel, Chefredakteur der STZ/FW an, eine(n) fähige(n), objektive(n) Redakteur(in) mit einer gründlichen Recherche und Berichterstattung zu beauftragen. So könnte es leicht möglich sein, dass sich durch gemeinsames Zusammenwirken von Gemeinden neue Ansätze zur Problemlösung ergeben könnten, z.B. der Erhalt dieser allseits beliebten Stadthalle in Kombination mit einer zentralen Verwaltung eben in diesem Gebäude, wobei der Saal sozusagen als „Nebeneffekt“ erhalten werden könnte. Beiträge auf dem Niveau der bisherigen Veröffentlichungen bitten wir zukünftig zu unterlassen. Dann wäre Schweigen die bessere Lösung.