Ein paar Richtigstellungen

Nachdem wir uns beim Chefredakteur der STZ über seine verzerrende Berichterstattung beschwert hatten, nahm dieser, wie nicht anders zu erwarten, seine Redakteurin in Schutz und wies den Zensurvorwurf weit von sich.

Wir sind anderer Meinung und behalten uns vor, eine Beschwerde beim deutschen Presserat einzureichen. Zwar wurde unser Standpunkt “berücksichtigt” – jedoch mit einem Absatz, mit zwei aus dem Kontext gerissenen Sätzchen, während Bürgermeister Dr. Brodführer drei volle Absätze vergönnt waren.

Der heutige Zeitungsartikel setzt dem ganzen die Krone auf – es mag zwar stimmen, dass eine “Einigung” in Sicht ist, doch die Veröffentlichung unhinterfragter Statements des Bürgermeisters lassen saubere Recherche und jegliche Objektivität vermissen. Es ist schon sehr peinlich, wenn ein Bürgermeister a) nicht in der Lage ist, seine Mails zu lesen, b) sein eigenes Equipment nicht kennt (der Multicar der Stadt ist durchaus ein Kipper) und c) Kokolores in der Zeitung verbreitet.

Hier sind die Hintergründe:

Am Morgen des 2.9.2014 hat Jürgen Schmidt ein ausführliches Telefonat mit Herrn Dr. Brodführer geführt. Dieser bestätigte das Angebot von über 1000 Euro zur Beseitigung der Grünschnitthaufen und bat um Mitwirkung bei einer Lösungssuche. Jürgen Schmidt hat daraufhin ohne langes Federlesen eine Lösung gesucht und gefunden:

Erstens wurde dem Bürgermeister vorgeschlagen, den Grünschnitt zu schreddern und als Mulch zu verwenden. Daraufhin erklärte er, nicht (mehr) im Besitz eines Schredders zu sein. Zweitens wurde er gefragt, ob er sich mit seinen benachbarten Amtskollegen diesbezüglich in Verbindung gesetzt hat, was er ebenfalls verneinte. Auch dass die Moorgrundgemeinde zur kostenlosen Deponie des Grünschnitts bereit sei, verneinte er, worauf ihm das entsprechende Schreiben ein zweites Mal (!)  übermittelt wurde.

Im Übrigen haben wir die Entsorgung seinerzeit niemals zugesagt, sondern die Befüllung bereitzustellender Container oder Fahrzeuge bzw. alternativ die geordnete Ablagerung angeboten. Letzteres geschah dann bekanntlich auch.  Dies versuchte Jürgen Schmidt, ihm ein weiteres Mal zu verdeutlichen.

Schließlich einigte man sich dergestalt, dass er sich mit der Moorgrundgemeinde zwecks Deponie und mit dem ortsansässigen Fuhrunternehmer Woitkewitz, dessen Ehefrau bekanntlich das Kurhaus betreibt und an einem geordneten Stadtbild interessiert sein dürfte, in Verbindung setzt und Herr Schmidt beim Barchfelder Bürgermeister Ralph Groß höflich nachfrage, ob er mit seiner Kommunaltechnik aushelfen würde. Das das geschah im Anschluss, und Jürgen Schmidt hatte in kürzester Zeit die Zusage, dass mit dem Abtransport heute (3.9.) früh ab 8.00 Uhr begonnen würde, was nun auch so geschehen ist.

Wie man sieht, lässt sich mit ein wenig gutem Willen und ein bisschen Organisationstalent in kürzester Zeit etwas bewegen. Die Ausgabe von 1000 Euro konnten wir Herrn Dr. Brodführer innerhalb kürzester Zeit ersparen. Zwei Telefonate reichten völlig aus.

Herr Dr. Brodführer zeigte sich schließlich an einem persönlichen Gespräch interessiert und bot an, Jürgen Schmidts Unternehmen (Werra-Blitz) zu besuchen. Auch dies wurde ihm gerne gestattet: vielleicht kann er in einem seit fast 25 Jahren funktionierenden Unternehmen einige wirtschaftliche und organisatorische Impulse mitnehmen?

Bekräftigt haben wir unsere Einladung zu unserer Zusammenkunft am 5.9. 2014, 19.00 Uhr in der Kutscherklause Bad Liebenstein.

Heute früh erfolgte nun der Abtransport durch Mitarbeiter der Gemeinde Barchfeld. Einige unserer Mitglieder waren um 8.00 Uhr vor Ort und haben diese fleißigen Mitarbeiter (Herrn Ewendt und Herrn Lindemann) begrüßt und uns schon einmal persönlich bedankt. Auch hier noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Leider hat das Bürgermeister Herr Dr. Brodführer seinerseits nicht für nötig gehalten. Er ließ sich wieder einmal nicht sehen. Es hätte sich eigentlich gehört, sich für die schnelle, kostenlose und unbürokratische  Hilfe bei den Ausführenden zu bedanken, und eine schöne Geste wäre es gewesen, wenn er angesichts der dadurch eingesparten 1000 Euro die Arbeiter nach getaner Arbeit zu einem Frühstück eingeladen hätte – oder?

Unser Eindruck ist, dass Herr Bürgermeister Dr. Brodführer zwar ein exzellenter Verwaltungsfachmann und Jurist sein mag, jedoch enorme Defizite in Wirtschaft, Technik und Organisation, kurzum der Praxis, aufweist und nicht bereit ist, sich dahingehend Rat und Hilfe zu suchen, sondern sich vielmehr „beratungsresistent“ zeigt, wodurch ganz offensichtliche Fehlentscheidungen produziert werden – wie an diesem Beispiel augenscheinlich vorgeführt.

Hier einige Impressionen der Aufräumaktion – wer bewegte Bilder mag, findet hier auch ein Youtube-Video

Durch Zusammenarbeit und Willen lässt sich viel bewegen. Wir regen auch insbesondere Herrn Witzel, Chefredakteur der STZ/FW an, eine(n) fähige(n), objektive(n) Redakteur(in) mit einer gründlichen Recherche und Berichterstattung zu beauftragen. So könnte es leicht möglich sein, dass sich durch gemeinsames Zusammenwirken von Gemeinden neue Ansätze zur Problemlösung ergeben könnten, z.B. der Erhalt dieser allseits beliebten Stadthalle in Kombination mit einer zentralen Verwaltung eben in diesem Gebäude, wobei der Saal sozusagen als „Nebeneffekt“ erhalten werden könnte. Beiträge auf dem Niveau der bisherigen Veröffentlichungen bitten wir zukünftig zu unterlassen. Dann wäre Schweigen die bessere Lösung.