Unsere Ziele

Wir verstehen uns als Bündnis engagierter Einwohnerinnen und Einwohner von Bad Liebenstein und den umliegenden Gemeinden, unabhängig von Parteien und anderen Institutionen. Wir wollen gemeinsam an einem Strang ziehen und Bad Liebenstein wieder zu einer liebens- und lebenswerten Stadt machen. Hierzu gehört ein großzügiges, barrierefreies Kultur- und Verwaltungszentrum.

Hier ist unser Konzeptpapier als PDF zum Download:
Konzeptpapier Bürgerinitiative

Seit ihrer Schließung im Jahre 2007 verfällt die Stadthalle Bad Liebenstein, nachdem seit der Wende die Pflege und Wartung des Gebäudes eklatant vernachlässigt wurde, sodass die Nutzung schließlich baupolizeilich untersagt werden musste.

Seitdem haben Vandalismus und Witterung der Stadthalle schwer zugesetzt. Das einstige Glanzstück bietet inzwischen einen jämmerlichen Anblick. Außen voller Graffiti-Schmierereien, die Platten auf dem Vorplatz sind zersprungen. Innen hinterließen Vandalen und das eindringende Wasser grausame Spuren. Unrat und Ruß an den Kellerdecken zeugen von illegaler Nutzung, im Foyer wachsen Moos und Farn. Parkett und Auslegeware sind durchnässt und zerstört, die Haustechnik defekt oder gar entwendet, und die Feuchtigkeit ließ die Unterhangdecke des Saals und des Foyers hinab fallen. Nein, es wird kein Zuckerschlecken werden, die Stadthalle zu retten. Und dennoch: wir wollen das einstige Glanzstück nicht ohne Weiteres aufgeben!

Unsere Vision

Kurzfristige Ziele

  • Wir wollen ein Bekenntnis der Stadt zum Erhalt des Kulturhauses. Dies schließt die Klärung der Grundstücksfragen mit ein.
    Ohne dieses ist unsere Mühe vergebens. Daher sind uns alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die unserer Initiative den Rücken stärken wollen, von Herzen willkommen. Jede einzelne Stimme zählt!
  • Nötig ist eine Bestandsaufnahme.
    Hierzu wollen wir mit der Stadt zusammenwirken, gemeinsam mit Experten (Architekten und Bauingenieure). Eine erste Begehung am 31.03.2014 ergab bereits, dass zwar eine Entkernung nötig, die Bausubstanz selbst aber stabil und erhaltungswürdig ist.
  • Eine Notsicherung ist unabdingbar.
    Das Dach der Stadthalle muss abgedichtet und das Gebäudeinnere durchlüftet und getrocknet werden, um weiteren Schäden vorzubeugen. Die Finanzierung und Realisierung könnte mithilfe unserer Initiative erfolgen.
  • Ein nachhaltiges Nutzungskonzept soll erstellt werden.
    In diesem sollen die Wünsche und Interessen der Einwohner und Einwohnerinnen berücksichtigt werden.
  • Wir brauchen Verbündete oder potenzielle seriöse Investoren.
    Unser Vorhaben wird viel Geld kosten. Durch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit soll jedoch dringend verhindert werden, dass Heuschrecken das Vorhaben auffressen. Alternative Finanzierungskonzepte müssen gesucht und gefunden werden.

Mittelfristige Ziele

  • Erstellung eines realistischen Finanzierungskonzepts
    Wir gehen von einer schrittweisen Sanierung über einen längeren Zeitraum aus. Hierfür wollen wir alle Möglichkeiten der Finanzierung (Fördermittel, Spenden, Eigenleistungen) nutzen.
  • Festlegung von Schritten zur Sanierung von Teilbereichen
    Um zu verhindern, dass kostbare Ressourcen verschwendet werden, ist eine sorgfältige Planung unabdingbar.
  • Beräumung des Kulturhauses
    Das Gebäude muss komplett geleert und entkernt werden. Der Unrat, den Vandalen liegen ließen, aber auch die zerstörte Inneneinrichtung, müssen entfernt und entsorgt werden. Bereits jetzt haben sich Mitglieder der Initiative bereit erklärt, tatkräftig zu helfen.

Langfristige Ziele

  • Fortsetzung und Abschluss der Sanierungsarbeiten
  • Betrieb des Kulturhauses — einige Möglichkeiten unter vielen:
    … barrierefreies Rathaus und zentrales Verwaltungszentrum
    … Stadtinformation für Bürger, Touristen und Kurgäste
    … Veranstaltungssaal (Events, Versammlungen, Ausstellungen, Messen usw.)
    … Mehrgenerationenhaus
    … Kinder- und Jugendeinrichtungen
    … Vereinsdomizile
    … Proberäume
    … Vermietung (Büros, Banken, Schulungszentren)

Was wären Alternativen?

Abriss

Auch wenn er wohl nicht direkt vor der Tür steht, ist dies die wahrscheinlichste Folge. Doch was ist dann? An Stelle der Stadthalle wäre nunmehr eine weitere Brache mitten im Stadtzentrum. Und sie wird brach bleiben, denn auch Alternative 2 erwies sich bisher als Flop:

Verkauf an Investoren

Schon seit der Stilllegung der Stadthalle im Jahre 2007 bemühte sich die Stadtverwaltung, das Gelände Investoren schmackhaft zu machen – mit zweifelhaftem Erfolg. „Seriöse“ Investoren interessieren sich wenig für ein kleines Städtchen mit Einwohnerschwund und ohne Industrie, fernab von Metropolen und mit wenig Infrastruktur. Und unter den Nachwehen derjenigen Investoren, die sich bisher in Bad Liebenstein einfanden, leidet die Stadt noch heute, und es ist nur zu hoffen, dass aus diesem Fehler gelernt wurde.
Der letzte Versuch fand 2012 statt. Er hätte sich vermutlich als große, wenig durchdachte Fehlplanung erwiesen, konnte aber durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren verteitelt werden. Es ist zu hoffen, dass auch eine weitere Veräußerung von uns Bürgern nicht zugelassen wird und von den Stadträten Bürgerinteressen vor Privatinteressen vertreten werden.