Ein paar Richtigstellungen

Nachdem wir uns beim Chefredakteur der STZ über seine verzerrende Berichterstattung beschwert hatten, nahm dieser, wie nicht anders zu erwarten, seine Redakteurin in Schutz und wies den Zensurvorwurf weit von sich.

Wir sind anderer Meinung und behalten uns vor, eine Beschwerde beim deutschen Presserat einzureichen. Zwar wurde unser Standpunkt “berücksichtigt” – jedoch mit einem Absatz, mit zwei aus dem Kontext gerissenen Sätzchen, während Bürgermeister Dr. Brodführer drei volle Absätze vergönnt waren.

Der heutige Zeitungsartikel setzt dem ganzen die Krone auf – es mag zwar stimmen, dass eine “Einigung” in Sicht ist, doch die Veröffentlichung unhinterfragter Statements des Bürgermeisters lassen saubere Recherche und jegliche Objektivität vermissen. Es ist schon sehr peinlich, wenn ein Bürgermeister a) nicht in der Lage ist, seine Mails zu lesen, b) sein eigenes Equipment nicht kennt (der Multicar der Stadt ist durchaus ein Kipper) und c) Kokolores in der Zeitung verbreitet.

Hier sind die Hintergründe:

Am Morgen des 2.9.2014 hat Jürgen Schmidt ein ausführliches Telefonat mit Herrn Dr. Brodführer geführt. Dieser bestätigte das Angebot von über 1000 Euro zur Beseitigung der Grünschnitthaufen und bat um Mitwirkung bei einer Lösungssuche. Jürgen Schmidt hat daraufhin ohne langes Federlesen eine Lösung gesucht und gefunden:

Erstens wurde dem Bürgermeister vorgeschlagen, den Grünschnitt zu schreddern und als Mulch zu verwenden. Daraufhin erklärte er, nicht (mehr) im Besitz eines Schredders zu sein. Zweitens wurde er gefragt, ob er sich mit seinen benachbarten Amtskollegen diesbezüglich in Verbindung gesetzt hat, was er ebenfalls verneinte. Auch dass die Moorgrundgemeinde zur kostenlosen Deponie des Grünschnitts bereit sei, verneinte er, worauf ihm das entsprechende Schreiben ein zweites Mal (!)  übermittelt wurde.

Im Übrigen haben wir die Entsorgung seinerzeit niemals zugesagt, sondern die Befüllung bereitzustellender Container oder Fahrzeuge bzw. alternativ die geordnete Ablagerung angeboten. Letzteres geschah dann bekanntlich auch.  Dies versuchte Jürgen Schmidt, ihm ein weiteres Mal zu verdeutlichen.

Schließlich einigte man sich dergestalt, dass er sich mit der Moorgrundgemeinde zwecks Deponie und mit dem ortsansässigen Fuhrunternehmer Woitkewitz, dessen Ehefrau bekanntlich das Kurhaus betreibt und an einem geordneten Stadtbild interessiert sein dürfte, in Verbindung setzt und Herr Schmidt beim Barchfelder Bürgermeister Ralph Groß höflich nachfrage, ob er mit seiner Kommunaltechnik aushelfen würde. Das das geschah im Anschluss, und Jürgen Schmidt hatte in kürzester Zeit die Zusage, dass mit dem Abtransport heute (3.9.) früh ab 8.00 Uhr begonnen würde, was nun auch so geschehen ist.

Wie man sieht, lässt sich mit ein wenig gutem Willen und ein bisschen Organisationstalent in kürzester Zeit etwas bewegen. Die Ausgabe von 1000 Euro konnten wir Herrn Dr. Brodführer innerhalb kürzester Zeit ersparen. Zwei Telefonate reichten völlig aus.

Herr Dr. Brodführer zeigte sich schließlich an einem persönlichen Gespräch interessiert und bot an, Jürgen Schmidts Unternehmen (Werra-Blitz) zu besuchen. Auch dies wurde ihm gerne gestattet: vielleicht kann er in einem seit fast 25 Jahren funktionierenden Unternehmen einige wirtschaftliche und organisatorische Impulse mitnehmen?

Bekräftigt haben wir unsere Einladung zu unserer Zusammenkunft am 5.9. 2014, 19.00 Uhr in der Kutscherklause Bad Liebenstein.

Heute früh erfolgte nun der Abtransport durch Mitarbeiter der Gemeinde Barchfeld. Einige unserer Mitglieder waren um 8.00 Uhr vor Ort und haben diese fleißigen Mitarbeiter (Herrn Ewendt und Herrn Lindemann) begrüßt und uns schon einmal persönlich bedankt. Auch hier noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Leider hat das Bürgermeister Herr Dr. Brodführer seinerseits nicht für nötig gehalten. Er ließ sich wieder einmal nicht sehen. Es hätte sich eigentlich gehört, sich für die schnelle, kostenlose und unbürokratische  Hilfe bei den Ausführenden zu bedanken, und eine schöne Geste wäre es gewesen, wenn er angesichts der dadurch eingesparten 1000 Euro die Arbeiter nach getaner Arbeit zu einem Frühstück eingeladen hätte – oder?

Unser Eindruck ist, dass Herr Bürgermeister Dr. Brodführer zwar ein exzellenter Verwaltungsfachmann und Jurist sein mag, jedoch enorme Defizite in Wirtschaft, Technik und Organisation, kurzum der Praxis, aufweist und nicht bereit ist, sich dahingehend Rat und Hilfe zu suchen, sondern sich vielmehr „beratungsresistent“ zeigt, wodurch ganz offensichtliche Fehlentscheidungen produziert werden – wie an diesem Beispiel augenscheinlich vorgeführt.

Hier einige Impressionen der Aufräumaktion – wer bewegte Bilder mag, findet hier auch ein Youtube-Video

Durch Zusammenarbeit und Willen lässt sich viel bewegen. Wir regen auch insbesondere Herrn Witzel, Chefredakteur der STZ/FW an, eine(n) fähige(n), objektive(n) Redakteur(in) mit einer gründlichen Recherche und Berichterstattung zu beauftragen. So könnte es leicht möglich sein, dass sich durch gemeinsames Zusammenwirken von Gemeinden neue Ansätze zur Problemlösung ergeben könnten, z.B. der Erhalt dieser allseits beliebten Stadthalle in Kombination mit einer zentralen Verwaltung eben in diesem Gebäude, wobei der Saal sozusagen als „Nebeneffekt“ erhalten werden könnte. Beiträge auf dem Niveau der bisherigen Veröffentlichungen bitten wir zukünftig zu unterlassen. Dann wäre Schweigen die bessere Lösung.

 

Offener Brief an Bürgermeister Dr. Michael Brodführer

Stadtverwaltung Bad Liebenstein
Herrn Bürgermeister Dr. Brodführer
Bahnhofstr. 22

36448 Bad Liebenstein

31. August 2014

Offener Brief

Presseveröffentlichung am 30.8.2014 in der Südthüringer Zeitung (STZ) betr. Entsorgung der beiden Haufen an der Stadthalle

Sehr geehrter Herr Dr. Brodführer,

mit einigem Erstaunen, um nicht zu sagen Entsetzen, nahm ich Ihr Statement im o. g. Zeitungsartikel sowie die Anmerkungen der Redakteurin, Frau Otto, zur Kenntnis. Frau Otto hatte mich am Abend des 28.8.2014 angerufen und um Informationen hinsichtlich dieser Angelegenheit gebeten. Bereitwillig habe ich ihr die entsprechenden Informationen gegeben. Leider finden sich diese in der Presseveröffentlichung nur zu einem äußerst geringen Bruchteil, so dass nach meinem Dafürhalten mittlerweile von einer neutralen Berichterstattung keine Rede mehr sein kann, das Ganze vielmehr den Anschein einseitiger, zensierter Darstellung erweckt.

Ich erlaube mir deshalb, Ihnen meine am 28.8.2014 an die Redakteurin gegebenen Auskünfte zur Kenntnis zu geben:

  1. Wir hatten unsere Aktion langfristig angekündigt und der Bürgermeister hat sie auch genehmigt.
  2. Wir boten an, bereitgestellte Container oder Fahrzeuge zu beladen; andernfalls Grünschnitt/Kehricht geordnet abzulegen
  3. Durch die Bürger erbrachte Leistung ist ureigene Verpflichtung der Stadt; im Übrigen legt die Stadt ihren Bürgern die Verpflichtung zur Straßenreinigung bzw. Ordnung und Sauberkeit der Anwesen auf- das sollte doch wohl auch für sie selbst gelten.
  4. Am Einsatztag, dem 2.8., haben sich weder Bürgermeister, der doch sonst so gern im Rampenlicht der Medien steht, noch Stadträte der Mehrheitsfraktion sehen lassen. Allerdings waren zwei Stadträte der SPD- Fraktion und ein Stadtrat des Bürgervereins zugegen und tatkräftig am Werk.
  5. Rückfrage der Redakteurin: Der Bürgermeister habe sich Angebote zur Entsorgung eingeholt: Die Kosten dafür würden 1000 Euro betragen und diese müsse er von Steuergeldern nehmen.
  6. Ich habe ihr entgegnet, dass das wohl eher ein Witz sei, wenn’s nicht so traurig wäre: Bekanntlich hatten Herr Bürgermeister Schilling (Moorgrund und CDU-Parteikollege von Dr. Brodführer) die Genehmigung der kostenlosen Deponie auf der gemeindeeigenen Deponie Witzelroda erteilt. Allerdings war das an dem Samstag nicht zu schaffen; im Übrigen haben die Bürger schon sehr viel Eigeninitiative samt Kosten für Technik, Betriebsstoffe usw. investiert. Habe ihr weiter gesagt, dass der Stunden-Kostensatz für einen Kipper-LKW bei etwa 65 Euro liegen dürfte und diese Sache in max. 2, allerhöchstens 3 Std. erledigt sein müsse. Im Übrigen verfügt die Stadt über einen Bauhof respektive Stadtmeisterei und hat überdies einen Haushaltsposten von 10.000 Euro p.a. für die Stadthalle vorgesehen. Auch wäre es sicherlich eine Möglichkeit, gemeindeeigenen Grünschnitt auf der ehemaligen Grünschnitt-Deponie Schweina abzulagern.
  7. Zwischenfrage der Redakteurin: Lt. Auskunft des Bürgermeisters sei diese Technik “abgestoßen worden” und damit nicht mehr verfügbar. Ob denn unser Betrieb (Werra-Blitz) über entsprechende Fahrzeuge verfüge.
  8. Ich habe ihr entgegnet, dass Werra-Blitz keine Kipper hat, aber bei vernünftigem Umgang mit den Bürgern auch diesbezüglich viel zu erreichen gewesen wäre: Man hätte den am 2.8. eingesetzten Radlader ohne Weiteres bis zum Montag am Ort belassen können und die Stadt hätte sich nur um ein Fahrzeug kümmern müssen.
  9. Weiter habe ich ihr gesagt, dass bei vernünftigem Zugehen auf die Bürger und ortsansässigen Unternehmer vielleicht auch jemand der ortsansässigen Unternehmen mit Kippern diesen Dienst kostenlos erbracht hätte.
  10. Zudem sei es überlegenswert, sich einen Kommunalschredder auszuleihen, sofern die Stadt über einen solchen nicht verfügen sollte und den Baumschnitt zu schreddern. Damit würde sich das Volumen enorm verringern und den so gewonnenen Mulch könne man für die städtischen Kuranlagen verwenden. Aber leider -wie schon gesagt- hat sich der Bürgermeister nicht mal sehen lassen geschweige sich bei den Bürgern bedankt oder erkenntlich gezeigt.
  11. Ich habe sodann die Frage gestellt, wie die Stadt denn ihre anderen Liegenschaften, nun auch zusätzlich die Charlotte in Schuss halten will – sollen das auch die Bürger erledigen?
  12. Zwischenfrage der Redakteurin: Der Bürgermeister wolle sich mal mit mir bereden …
  13. Meine Antwort: Der Arbeitseinsatz war am 2.8.; nun haben wir den 28.8. – da würde es ja nun mal Zeit. …

Sehr geehrter Herr Dr. Brodführer, gestatten Sie weiter die Anmerkung, dass ich Ihre wirtschaftliche Kompetenz stark in Frage stellen muss, sollte es tatsächlich so sein, dass die neu gebildete Stadtmeisterei der fusionierten Stadt Bad Liebenstein mit über 8000 Einwohnern und vielfältigen Liegenschaften, Kuranlagen, Grün- und Blumenflächen etc. weder über einen Lader noch über ein Kipper- Fahrzeug verfügt bzw. dieses Equipment „abgestoßen“ hat und für solche Arbeiten, wie hier vorliegend, tatsächlich ein „Angebot“ über 1000,– Euro ernst nimmt und solches auch noch veröffentlicht.
Ich erlaube mir, dieses Angebot zu unterbieten und den Abtransport der beiden Haufen für 990,00 Euro zu übernehmen. Den eingesparten Betrag können Sie dann beispielsweise dafür verwenden, um die seit Jahren defekte Straßenlaterne in der Ladestraße mit einer neuen Glühbirne auszustatten.
Es entspricht auch nicht den Tatsachen, dass die Stadthalle einsturzgefährdet ist, wie Sie es in der Presseveröffentlichung darlegen. Weiter ist zu hinterfragen, weshalb Sie einerseits im Rahmen einer „Ergebnisoffenen Ausschreibung“ die Stadthalle an Privat veräußern wollen und damit endgültig die Möglichkeit vertun, dieses Gebäude zu einer zentralen Verwaltung und das Areal zu einem attraktiven Stadtzentrum zu entwickeln, andererseits aber die in der Tat einsturzgefährdete „Charlotte“ im Zuge der Vorkaufsrechtsausübung von Privat und Kommunaleigentum zurückführen.
Zum Schluss nehme ich Sie hinsichtlich Ihrer Aussage im erwähnten Zeitungsartikel beim Wort, dass Sie nun den Kontakt zur BI suchen möchten und lade Sie zu unserer Zusammenkunft am 05.09.2014, 19.00 Uhr auf das Herzlichste in die „Kutscherklause“ Bad Liebenstein ein.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schmidt

Wir haben’s getan! — Der Arbeitseinsatz vom 2. August 2014

Rund 50 engagierte Teilnehmer haben bei unserem Arbeitseinsatz am Samstag mitgeholfen, das Außengelände des Kulturhauses in einen ansehnlicheren Zustand zu bringen. Unser herzlichstes Dankeschön gilt:

  • … all unseren fleißigen Helfern, die Großartiges geleistet haben, um das Gelände zu verschönern und die Bürger über unsere Ziele informieren
  • … unseren Sponsoren, die uns mit Arbeitsgeräten, Speis und Trank, Geld- und Sachspenden unterstützten
  • … den drei Stadträten Jörg Bodenstein, Michael Keilhold und Frank Weise, die ihr ernsthaftes Interesse an der Stadt durch ihre Mitarbeit unter Beweis stellten
  • … der Verwaltung der Einheitsgemeinde Moorgrund und deren Bürgermeister Udo Schilling, welche uns prompt und unbürokratisch gestatteten, den Grünschnitt aus unserer Aktion kostenlos auf der Deponie Witzelroda anzuliefern.
  • … all jenen, die sich bereits jetzt auf unseren Unterschriftenlisten zum Erhalt des Kulturhauses bekannt haben.

Es hat wirklich richtig Spaß gemacht, bei aller Anstrengung!

Wer sich hingegen nicht blicken ließ, waren die Stadträte der [be]herrschenden Mehrheit und der Bürgermeister. Wir finden dies bemerkenswert, da normalerweise kein Tag vergeht, ohne dass sich Bürgermeister Dr. Michael Brodführer und Landtagskandidat Marcus Malsch in Krawatte und Hemdsärmeln in der Zeitung als volksnah und engagiert darstellen lassen. Doch mit Hacke und Schaufel zu Werke zu gehen, das wäre wohl zu viel verlangt. Allem Anschein nach sind sie nicht in der Lage, zu begreifen, dass wir Bürger an diesem Tage unentgeltlich Tätigkeiten verrichtet haben, die laut Ortssatzung originäre Aufgaben der Stadt sind: es ist die Stadt, die für Ordnung und Sauberkeit in den stadteigenen Liegenschaften und für ein ansprechendes Ortsbild zu sorgen hat. Laut Haushaltsplan sind unseres Wissens € 10.000,00 für die Stadthalle eingestellt, worin der Aufwand für Ordnung und Sauberkeit enthalten sein sollte. Auch für das klamme Bad Liebenstein sollten Schaufel und Besen erschwinglich sein – wobei das “klamm” angesichts des Rückkaufs der “Charlotte” wohl doch Verhandlungssache ist.

Wir sind nun gespannt, wie lange die Berge mit Kehricht und Grünschnitt liegen bleiben werden. Zwar boten wir der Stadt an, die Abfälle bereitstehende Container zu füllen, man konnte oder wollte uns diese jedoch nicht bereitstellen. Dennoch ist es nun die Aufgabe der Stadt, hier weiter für Ordnung sorgen und den durch uns mit viel Mühe und Engagement geschaffenen Zustand zumindest zu erhalten, wenn nicht weiter zu vervollkommnen.

Wir konnten eindrucksvoll zeigen, was der Bürgerwille ist und was wir Bürger in kürzester Zeit zu bewerkstelligen in der Lage sind. Wenn Dr. Brodführer und seine Verbündeten ihre Kraft und Ideen darauf ausrichten würden, gemeinsam mit uns eine zentrale Verwaltung und damit eine attraktive „Mitte“ zu schaffen, anstatt uns zu bekämpfen, wäre das Kommunalpolitik im Sinne der Bürger und der Zukunft unserer Stadt! Doch vielleicht geschehen ja noch Wunder …

Kurze Zusammenfassung der Stadtratssitzung vom 17.7.2014

Im Rahmen der Bürgerfragestunde hat Jürgen Schmidt einige Sachverhalte und damit verbundene Fragen vorgetragen.
Das Manuskript, unseren Aufruf zum Arbeitseinsatz am 2.8. sowie den Aufruf „VERHINDERN! Bürger nutzt Euer Einwendungsrecht!“, seinerzeit verfasst u. a. von der jetzigen Stadträtin Antje Rimbach,  hat währenddessen freundlicherweise Antje Krug an die Stadträte und einige Zuhörer verteilt.

Bürgermeister M. Brodführer hat m. E. auffallend sehr genervt und überzogen reagiert, während die anwesenden Bürger applaudiert haben. Erich Malsch als Zuhörer hat zu unserer Unterstützung zwar ungefragt, aber zutreffend moniert, dass nicht ein Stadtrat applaudiert habe. Zur Reaktion des Bürgermeisters: Er warf mir Verunglimpfung und Herabwürdigung der Stadträte vor und hob mit ausführlich das ehrenamtliche Engagement und die Verantwortung der Stadträte vor.

Völlig überzogen reagierte er auf meine Fragestellung hinsichtlich der Schrottimmobilie Charlotte, welche nun bekanntlich die Stadt zu erwerben gedenkt bzw. dieses prüft. Er forderte mich auf zu offenbaren, woher ich diese Information habe, was ich natürlich nicht getan habe, obwohl ich ruhigen Gewissens sagen konnte, dass ich diese Info nicht aus dem Kreise der Stadträte habe, sondern mehrfach von Dritten, denn nach Auskunft des Bürgermeisters sollte der Punkt „Charlotte“ im nichtöffentlichen Teil behandelt werden und er wolle recherchieren, welche Stadträte diese Info nach außen gegeben hätten — eines der schwersten Vergehen eines Stadtrates, welches er mit einem angemessenen Ordnungsgeld ahnden werde.

Ich habe ihm ruhig entgegnet, dass ich in meinem Manuskript, welches nun auch dem BM und den Stadträten vorlag, keinen einzigen Passus entdecken kann, welche eine Verunglimpfung oder Herabwürdigung auch nur ansatzweise erkennen lässt. Darauf entgegnete Stadtrat Herda, schon mein „Vorwurf eines Fraktionszwang“ sei eine Herabwürdigung. Solches dürfte m.E. völlig daneben sein und ich habe noch nicht einmal „Fraktionszwang“, sondern „Fraktionsgehorsam“ gesagt. Beides dürfte aber nach meinem Verständnis völlig in Ordnung gehen.

Als Antwort auf meine Fragen verdrehte der Bürgermeister immer wieder unser Anliegen, nämlich die Schaffung einer zentralen, barrierefreien Verwaltung (Rathaus) in Richtung Kulturhausbetrieb für Großveranstaltungen.

Antje Krug musste nochmals nachfragen hinsichtlich der Plakatierung. Antwort: Er wird das Ordnungsamt beauftragen, uns über mich zu informieren. Ich fragte hinsichtlich der kommunalen Immobiliengesellschaft (Gedanke von Joe Di) noch einmal nach — Antwort: Man werde prüfen, aber wo kein Geld da sei, wäre auch durch eine Immobiliengesellschaft keins da. Also eine weitere Zurückweisung.
Alles in allem ein m. E. sehr merkwürdiges Demokratieverständnis.

Leider musste ich gegen 19.15 Uhr die Veranstaltung aus beruflichen Gründen verlassen; so konnte ich die Diskussion leider nicht verfolgen, denn der Privatisierungsbeschluss stand an vorletzter Stelle der Tagesordnung. Deshalb wäre es sehr schön und wirkungsvoll gewesen, wenn sich mehr Anhänger unserer Initiative auf der Stadtratssitzung eingefunden und ggf. „den Mund aufgemacht“ hätten.

Alles in Allem denke ich, dass wir schon ein Stückchen Bad Liebensteiner Geschichte mit geschrieben haben, auch wenn schlussendlich das Kulturhaus für immer verschwinden sollte (sehr bedauerlich für uns Bürger).

Aktionsbündnis 2011 vor der 180-Grad-Wende
Der Flyer des “Aktionsbündnis Altensteiner Oberland” von 2011. Inzwischen scheinen die damaligen Akteure ihr damaliges Anliegen komplett vergessen zu haben.
Redebeitrag J. Schmidt
Der Redebeitrag von Jürgen Schmidt zur Stadtratssitzung vom 17.7.2014.
Plakat Arbeitseinsatz 2.8.2014
Der geplante Arbeitseinsatz am 2.8.2014. Ausdrucken, Sharen und Teilen sind ausdrücklich erwünscht.

Taten statt Worte!

Nach unserem Gespräch mit dem Bürgermeister stimmte uns dieser zumindest freundlicherweise zu, den Außenbereich für Verschönerungsmaßnahmen betreten zu dürfen. Wir wollen ein Zeichen setzen und zeigen, dass uns die Sache am Herzen liegt. Daher bitten wir um zahlreiches Erscheinen zum “Subbotnik” am 2. August 2014 ab 8:00 Uhr.
Zu beachten ist jedoch, dass jeder auf eigene Gefahr mitarbeitet. Wir können keinerlei Haftung übernehmen.

Am Freitag, dem 11. Juli 2014 um 20:00 findet dazu eine Vorbesprechung in der Pension Kutscherklause statt.

Jede Unterstützerin und jeder Unterstützer sind herzlichst eingeladen. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen!

Arbeitseinsatz am Außengelände des Kulturhauses am 2. August 2014 ab 8:00 Uhr
Arbeitseinsatz am Außengelände des Kulturhauses am 2. August 2014 ab 8:00 Uhr

Sich gegenseitig achten und sachlich zusammenarbeiten – eine kleine Korrektur

Die STZ hat heute einen Leserbrief von Kurt Kellner aus Schweina veröffentlicht.

Unter der durchaus angenehmen Überschrift “Sich gegenseitig achten und sachlich zusammenarbeiten” folgt eine Lobrede auf den Bürgermeister und die CDU-Fraktion, um im nächsten Absatz in Entäuschung über die Kulturhausdebatte umzuschlagen.

Kellner moniert persönliche Beleidigungen an den Bürgermeister und die CDU-Fraktion. Als ehemaliger Schweinaer CDU-Politiker sollte er wissen, dass eine Debatte [franz. débattre: (nieder-)schlagen] nicht ohne gute Rhetorik auskommt. Natürlich ist Polemik und Sarkasmus dabei eine gängige Form der Auseinandersetzung. Damit muss man als Politiker leben.
Dennoch: Es hat seitens der Bürgerinititaive niemand irgendwen beleidigt. Die persönlichen Beleidigungen sind bisher nachweislich nur von CDU-Mitgliedern gekommen, die das Maß einer sachlichen Diskussion anscheinend gerne einmal verlassen. Umgekehrt wird also ein Schuh daraus. Es wäre schön, wenn die CDU-Fraktion wieder auf die sachliche Ebene mit gegenseitiger Achtung statt Ächtung zurückkommen würde.

Wieso aber Herr Kellner dann im letzten Satz darauf kommt, dass eine Verlegung des Schweinaer Rathauses einen Verzicht für Schweina darstellt, erklärt er nicht; denn der Ortsteilrat ist durch SPD-dominierten Beschluss nicht, wie von der CDU ursprünglich zu Kostenminimierung gewünscht, aufgelöst worden. Allerdings will die CDU am Sonntag genau diesen Ortsteilbeirat gewinnen, den sie gerade noch auflösen wollte. Verstehen muss man das nicht; es sei denn, die CDU gewinnt tatsächlich die Mehrheit im Ortsteilrat und verwirklicht danach die Auflösung.

Die Personen, welche den SPD-Beitrag eingebracht haben, zeigen unterdessen Flexibilität und passen sich den neuen Gegebenheiten an, anstatt “Betonkopfdenken” zu praktizieren. Im Übrigen: die Geschichte und Entwicklung zeigen, dass nur anpassungsfähige Individuen überlebt haben, während die nicht anpassungsfähigen Dinosaurier ausgestorben sind.